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Themen & Projekte


1. Dezember 2018

Kohle stoppen – Klimaschutz jetzt!

Am Samstag, 1. Dezember, fanden zeitgleich in Köln und Berlin Demonstrationen für einen baldigen Ausstieg aus der Kohleverstromung statt. Die BUND-Kreisgruppe Emsland war in Köln dabei.



Der Hitzesommer 2018 hat gezeigt: Der Klimawandel erhöht die Zahl extremer Wetterereignisse schon heute. Immer mehr Waldbrände und Hitzewellen, lang anhaltende Dürren, Überschwemmungen und Missernten sind die Folge. Besonders verheerend sind die Folgen der Klimakrise im globalen Süden: Armut und Hunger zwingen viele Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat.

Um die Erderwärmung zu stoppen und eine Katastrophe in der Zukunft zu verhindern, müssen wir jetzt handeln – für uns und kommende Generationen. Als reiches Industrie­land muss Deutschland beim Klimaschutz vorangehen und das Pariser Abkommen konsequent umsetzen.

Weitere Forderungen der Demo-Teilnehmer:

• Verschärfung der Klimaziele,
• faire Unterstützung für die armen und am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder,
• schnelle Abschaltung von Kohlekraftwerkskapazitäten in Deutschland, so dass das Klimaziel der Bundesregierung für 2020 noch erreicht wird,
• gesetzlicher Fahrplan für den schnellen Kohleausstieg,
• sofortiger Stopp aller Pläne für neue Kohlekraftwerke, Tagebaue und Tagebau-Erweiterungen,
• zielgerichtete Unterstützung eines Strukturwandel­prozesses in den Kohle-Regionen, auch mit Blick auf die Beschäftigten.

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1. November 2018

Von der Jahreshauptversammlung
der Kreisgruppe Emsland

Im öffentlichen Teil der JHV im Kolpinghaus Meppen am
19. Oktober hielt Helmut Hechtbauer einen sehr lebendigen und anschaulichen Vortrag »Naturnahe Gärten und Grün­flächen in der Stadt – Artenreichtum durch Schaffung von Lebensräumen für Mensch und Tier«. Der Referent kommt aus der Jugendpflege und baut seit mehr als 20 Jahren außergewöhnliche naturnahe »SpielRäume«. Er ist Mitglied des Vereins Naturgarten e.V., der aus 25 Gruppen besteht und Naturgartenprofis mit Bioland-Zertifikat ausbildet.



Hermann Hüsers (Foto) leitet den städtischen Bauhof in Haren und ist leidenschaftlicher Imker. Er berichtete, wie er Krokusse, Wildtulpen und Schneeglöckchen großflächig in städtische Rasenflächen eingebracht hat und 122 Kilometer Wegerandstreifen blütenreich machen will. Dabei tauscht er sich mit den Kollegen der benachbarten Bauhöfe aus.

Frau Roes vom Team des Bauerngartens Helte informierte über das Terra-preta-Projekt. Seit zwei Jahren wird hier in Vergleichsbeeten mit Terra preta, der »schwarzen Erde aus dem Regenwald«, gegärtnert. Die Ernte hat auch in diesem Jahr eindrucksvoll gezeigt, dass die Bodenfruchtbarkeit und die Wasserspeicherfähigkeit mit dieser Erde radikal (also wörtlich: »mit der Wurzel«) verbessert werden können.
Das Projekt soll weitergeführt werden; es ist ein Tag in Werlte mit Christoph Fischer aus dem Chiemgau geplant, dazu soll es wieder Workshops in Helte und Löningen geben.

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22. Oktober 2018

Gut besuchter Apfeltag

Rund 300 Besucherinnen und Besucher kamen zum Papen­burger Apfeltag der Arbeitsgemeinschaft der Naturschutz­gruppen NABU, BSH und BUND. Eine große Zahl der Gäste in Naschkes Garten hatte Äpfel zur Begutachtung durch den Pomologen mitgebracht. Meist konnte die jeweilige Sorte schnell ermittelt werden, es gab jedoch auch Fälle, bei denen mehrere Fachbücher zu Rate gezogen werden mussten.



Ebenso umlagert war der Stand eines anderen Experten, der das Pfropfen bzw. Veredeln von Apfelbäumen erklärte.

Zu probieren gab es alte Apfelsorten wie »Kaiser Wilhelm«, »Finkenwerder Herbstprinz« oder auch »Stina Lohmann«, die es in Deutschland bereits seit dem 18. oder 19. Jahrhundert gibt. Die alten Sorten gelten als standfester und robuster und sind nachweislich gesünder.

Apfelsaft, frisch gepresst, wurde am Stand vor der Scheune zur Verkostung angeboten. Das einstimmige Urteil der Besucher: einfach lecker!

Nebenher erfuhren die Gäste, dass Streuobstwiesen einen wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen bieten und mit ihrer Arten- und Sortenvielfalt zu den Lebensräumen mit der höchsten biologischen Vielfalt in ganz Europa und Deutsch­land gehören.

Die Kinder hatten Freude an einer Reihe von Spielen rund um den Apfel. Informationen über Fledermäuse und Bienen sowie Ausstellungen zu den Themen »Landwirtschaft im Wandel« sowie »extensive Gärten« rundeten den Nachmittag ab.

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15. Oktober 2018

Nitrat-Messungen: jede fünfte
Probe zu hoch belastet!

Die BUND-Kreisgruppe Emsland beteiligt sich an der Aktion »Emsagenten«: Ehrenamtliche messen seit März 2018 die Nitrat-Werte in der Ems sowie in Bächen und Gräben, die in die Ems münden.

Mitglieder des BUND haben Wasserproben in Meppen, Haren und Lingen entnommen. Über 100 Personen im Emsland und in Ostfriesland nehmen an der Aktion teil und haben bisher über 330 Wasserproben untersucht. Jede fünfte Probe wies nach den Kriterien der Wasserrahmenrichtlinie zu hohe Nitrat-Werte auf, jede zehnte Probe war sogar »kritisch belastet« bis »stark verschmutzt«.



Im März wurden erwartungsgemäß höhere Nitrat-Werte gemessen als im August, denn im Sommer nehmen Pflanzen einen großen Teil der Nährsalze aus den Gewässern auf. Hauptursache der Nitrat-Belastung in Gewässern ist die industrielle Landwirtschaft, die enorme Mengen Gülle auf die Felder ausbringt. Die Nährsalze, die nicht von den Pflanzen oder dem Boden aufgenommen werden, gelangen über Entwässerungsgräben in Flüsse und Bäche oder sickern langsam ins Grundwasser.

Die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie werden fast überall in Niedersachsen verfehlt. Der BUND setzt sich daher mit der Kampagne »Rette unser Wasser« dafür ein, dass sich der Zustand der Flüsse und Bäche nicht weiter verschlechtert.

Weitere Informationen sind unter [ www.emsagenten.de ]
und [ www.rette-unser-wasser.de ] zu finden.

Foto © BUND, emsagenten.de

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19. August 2018

Im Karlsgarten Johann Meyers

Bei sonnigem Wetter folgten etwa 30 Interessierte der Einladung der BUND-Kreisgruppe Emsland zur Besichtigung des Karlsgartens in Menslage.

Eine 50 Meter lange Sandstein-Trockenmauer grenzt den 2016 eröffneten Garten zur Straße hin ab. Dahinter wachsen auf über 80 Beeten 73 verschiedene Gemüse- und Kräuter­sorten und 20 verschiedene Obstbaumsorten. Alle diese Pflanzen sind in einer Verordnung Karls des Großen aus dem Jahr 812 aufgelistet und sollten auf jedem seiner Hofgüter verfügbar sein. Neben Erbsen, Möhren, Anis, Zuckermelonen gehören auch heute nahezu unbekannte Arten wie Pferde-Eppich, Kuhbohne, Frauenminze, Meerzwiebel, Krapp oder Zaunrübe dazu.



Die examinierte Kräuterexpertin Christa Janzen führte durch den Garten und erklärte die Besonderheiten der Pflanzen. Viele waren Heilmittel mit heute oft vergessenen Wirkungen für das körperliche und geistige Wohlbefinden der Menschen im Mittelalter. In ihrer Bedeutung kommen die Pflanzen des Karlsgartens einer mittelalterlichen Apotheke gleich.

Der Karlsgarten gehört zum landwirtschaftlichen Betrieb von Johann Meyer. Dieser erläuterte bei einem Rundgang, dass auf seinem Hof seit gut 20 Jahren keine Pestizide ausge­bracht und auch keine betriebsfremden Dünger wie Mist und Gülle eingesetzt werden. Mit den schwalbenbäuchigen Wollschweinen und den Diepholzer Gänsen werden zwei alte Haustierrassen gezüchtet und so erhalten. Drei FÖJ-lerinnen bilden Pferde zur landwirtschaftlichen Arbeit aus.

Das gesamte 30 Hektar große Areal ist mit dem altem Baumbestand, den Wallhecken, Gehölzen, Streuobstwiesen, Wildkräutern, Gewässern, Trockenmauern, den alternativ bewirtschafteten Ackerflächen und dem Karlsgarten eines der größten privaten Naturschutzgebiete! Der Hof der Familie Meyer bildet ein positives Beispiel zur Förderung der Artenvielfalt und dient als Ideengeber auch der privaten Gartengestaltung.


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21. Juli 2018

Besuch bei den
fliegenden Edelsteinen

Am 21. Juli traf sich die BUND-Kreisgruppe zur Libellen­exkursion mit Michael Trautnitz an der alten Dörgener Sandgrube.

Weltweit gibt es ca. 5400 Libellenarten. Bei uns gehören sie zu den größten Insekten und bezaubern durch filigrane Schönheit und schillernde Farben, die ein Spektrum von Rot, Grün, Gelb, Braun bis hin zu leuchtendem Blau aufweisen. Entgegen der verbreiteten Meinung stechen sie nicht und sind also ungefährlich zu beobachten.



Die Libellen gehören zur ältesten und am stärksten bedrohten Insektengruppe und gehen in ihren Beständen stark zurück, da ihre Lebensräume durch den Klimawandel und den Eintrag von Schadstoffen in die Umwelt immer mehr gefährdet werden. Von den ca. 80 heimischen Libellenarten Deutschlands stehen mittlerweile 48 auf der »roten Liste gefährdeter Arten«. Dazu gehört auch die sehr seltene Zwerg­libelle, die vom BUND und der Gesellschaft der deutsch­sprachigen Libellenforscher zur »Libelle des Jahres 2018« gekürt wurde.

Die Libellen gelten als wertvolle Bio-Indikatoren, die sehr sensibel auf Veränderungen ihrer Umwelt reagieren und so Auskunft über den Zustand unserer Gewässer und Feucht­gebiete geben.

Foto © BUND Emsland

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30. Juni 2018

Besuch beim Förderverein
Imme Bourtanger Moor e.V.

Hermann Hüsers und Björn Wicks informierten uns über die Entstehungsgeschichte des Vereins, in dem deutsche und niederländische Bienenfreunde zusammenarbeiten. Der Verein setzt sich für die Erhaltung und Förderung der Imkerei ein und veranstaltet regelmäßig Grundschulungen.

Wir besichtigten die Ausstellung über Bienen und Bienen­zucht im Haus sowie das Bienenmuseum, verschiedene Typen von Bienenstöcken, die Wiese und den Kräuter­garten mit „Bienenpflanzen“ im Außengelände.

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9. Juni 2018

Grenzübergreifende Anti-Atom-
Demo in Lingen

Zusammen mit zahlreichen Initiativen und Verbänden aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien beteiligte sich die BUND-KG Emsland an der Demo vor dem Kernkraftwerk Emsland und der nahegelegenen Brennelementefabrik.

Trotz des beschlossenen Atomausstiegs laufen immer noch acht Atomkraftwerke in Deutschland, davon liegen zwei bei uns in Niedersachsen. In Lingen kommt zum KKW die Brenn­elementefabrik hinzu, die auch die Bröckelreaktoren Doel und Tihange in Belgien am Laufen hält und das französische Cattenom beliefert. In vielen Reden wurde nochmal deutlich, dass die Atomenergie für den Menschen nicht beherrschbar ist, wie es die verheerenden Unfälle in Tschernobyl und Fukushima gezeigt haben.

Ein bedrückendes Bild zeichnete Frau Dr. Angelika Claußen von der europäischen Sektion der »Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges«. Sie sagte, dass es für das AKW Lingen und das AKW Grohnde keinen wirksamen Katastrophenschutz gebe und die Vorbereitungen für notwendige Evakuierungsmaßnahmen, die die Strahlen­schutzkommission in ihren neuen Richtlinien vorgegeben hat, weder vom Landkreis Emsland noch vom Landkreis Hameln/Bad Pyrmont in die Planung aufgenommen worden seien. Für Ärztinnen und Ärzte bedeute dies, dass sie im Falle einer Atomkatastrophe plötzlich alle zu »Strahlenschutz­fachleuten« werden sollten. Das sei aber in der Realität des medizinischen Alltags unmöglich, betonte Frau Dr. Claußen.



Als eindringliche Unterstützung der Forderung nach dem schnellen und endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie beteiligten sich die ca. 500 Demo-Teilnehmer abschließend am sogenannten »Die-in« und legten sich vor dem Eingangsbereich des KKW wie tot auf den Boden.

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2. Juni 2018

Nein zum Ausbau der E233!

Gemeinsam mit der Bürgerinitiative Exit233 wendet sich der BUND Emsland gegen den milliardenteuren Aus- und Neubau der E233 zwischen Meppen und Emstek. Wegen der enormen Eingriffe in die Natur fordert auch das Umweltbundesamt, das Projekt sofort zu stoppen!



Am 2. Juni fand eine Kundgebung der BI statt, die auch vom BUND Emsland vorbereitet wurde. Vorsitzende Magdalene Lübbers (auf dem Foto zweite von rechts) kritisierte in ihrer Rede die zunehmenden LKW-Transporte. Das Potential von Wasser- und Schienenwegen werde zu wenig genutzt.


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